Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD)

Es gibt viele nicht beeinflussbare Risiken, wie das Alter und insbesondere die Veranlagung. Zur Früherkennung sollte jeder spätestens ab dem 60. Lebensjahr einmal den Augenarzt aufsuchen.

Makuladegeneration (AMD) ist häufigste Ursache für Sehbehinderungen im Alter

Die Makula befindet sich im Zentrum der Netzhaut. Sie beinhaltet den „Punkt des schärfsten Sehens“ und ist mit den 6-7 Millionen farbempfindlichen Sinneszellen, den sogenannten Zapfen, zuständig für die hohe Auflösung unseres farbigen Detailsehens. Eine Vielfalt von Erkrankungen beeinträchtigt diesen komplexen Prozess unseres scharfen Tagsehens.

Die weitaus häufigste Form ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Die AMD ist in den Industriestaaten Hauptursache für Erblindung bei über Fünfzigjährigen. Da eine Makuladegeneration bislang nicht heilbar ist, sollte man der Erkrankung vorbeugen.

Beispiele für die Makula-Degeneration

Makula-Degeneration

Ursachen der Makula-Degeneration – AMD

Die AMD ist eine chronische Krankheit. Ablagerungsprodukte des Stoffwechsels setzen sich in der Makula ab und schädigen die Zellen bis hin zum Zelltod. Wir unterscheiden zwei Formen der AMD.

Trockene AMD

Die trockene altersbedingte Makuladegeneration macht mindestens 75% der Fälle aus. Im Frühstadium zeigen sich die Ablagerungsprodukte gelblich unter der Netzhaut. Betroffene bemerken eventuell leichte Seheinbussen, z.B. beim Lesen. Im Spätstadium sterben die Netzhautzellen ab, wodurch das zentrale, scharfe Sehen deutlich reduziert werden kann.

Feuchte AMD

Die feuchte altersbedingte Makuladegeneration ist eine aggressivere Form und schreitet häufig schnell voran. Ablagerungsprodukte des Stoffwechsels führen zur Minderversorgung der Blutgefässe mit Sauerstoff und Nährstoffen, was schliesslich übermässiges krankhaftes Gefässwachstum unter der Makula zur Folge hat. Aus den neu gebildeten, kranken und undichten Gefässen tritt Flüssigkeit aus und hebt die Pigmentschicht ab. Die Netzhaut schwillt an, es entstehen verzerrte, kontrastarme Bilder und im Endstadium, durch ausgedehnten Zelltod und Narben, ein kompletter Verlust des zentralen Sehens.

Früherkennung mit Selbsttest

Zur Früherkennung sollte jeder spätestens ab dem 60. Lebensjahr einmal den Augenarzt aufsuchen. Ältere Menschen können den Test mit dem Amsler-Gitter regelmässig anwenden. Sie erhalten dadurch einen Hinweis, ob sie gerade Linien plötzlich krumm sehen.

Therapie der Makula-Degeneration

Für die tockene AMD gibt es bisher noch keine anerkannte wirksame Therapie. Hingegen beweisen Untersuchungen, dass eine hochdosierte Nährstoffkombination aus antioxidativen Vitaminen und Lutein als Nahrungsergänzung den Krankheitsverlauf verlangsamen können.

Noch wichtiger sind die Vermeidung von Nikotin und Alkohol. Bei der feuchten Form muss rasch gehandelt werden, denn sie schreitet schnell voran. Es wird ein Medikament ins Auge gespritzt, welches die kranken, undichten Gefäße, die in die Makula spriessen, eindämmen. Dadurch soll das Fortschreiten der Krankheit verhindert werden.

Diese sogenannten VEGF- Hemmer (Vascular Endothelial Growth Factor) werden mit einer ganz feinen Nadel ins Auge gespritzt. Dank der örtlichen Betäubung merken Sie kaum etwas davon und dürfen gleich nach der Injektion wieder nach Hause. Wie oft und in welchen Abständen dieser Vorgang wiederholt werden muss, wird individuell beurteilt.

Augen-Test mit dem Amsler-Gitter

Anleitung

Veränderungen im Gitter